Grauer Himmel – Große Stadt

Der zweite Brief:

Meine geliebte Maid,

Die letzten zwei Wochen in der Hauptstadt vergingen schneller als erwartet. Dienstlich war viel zu erledigen, da ich diese Weiterbildung im Lauf meines Einsatzes benötigen werde.
Trotzdem waren, in jeder freien Minute, meine Gedanken stets bei dir.

Einmal nach Dienst holte ich mir am Bahnhof in der Nähe einen Fahrschein und fuhr mit der alten Dampflokomotive tief ins Herz der Stadt.
Ich traf mich dort mit einem Bekannten, den ich schon längere Zeit nicht mehr gesehen hatte.
Obwohl die Freude groß war, ihn wieder zu sehen, war ich doch wieder froh die Großstadt hinter mir zu lassen.
Du kennst mich doch, Städte sind nichts für mich.
Ich liebe die Abgeschiedenheit der Berge und das kalte Wasser der kristallklaren Gebirgsseen.

Des Weiteren schätze ich mich glücklich diese Gegend bald wieder zu verlassen.
In den vergangenen Tagen zeigte sich der Feuerball keinen einzigen Moment, da ein eisiger Wind unentwegt graue Wolkenberge über den gesamten Himmel verteilte.
Das Wetter ließ die Umgebung noch trostloser und eintöniger wirken.
Es wäre so schön gewesen, wenn du die Tage bei mir hättest verbringen können. An meiner Seite, da wo du hingehörst.

Doch, so Gott will, endet meine Zeit hier, in Kürze.
Der nächste Halt meiner Reise führt mich bereits ins Einsatzgebiet.

Dein, dich über alles liebender, Gemahl

 

Euer Gruppenkommandant