Domine, quo vadis

„Domine, quo vadis?“, so fragte ich und schaute dabei in das gütige Gesicht des jungen Mannes, welcher mir vor ein paar Minuten seine Hand reichte und mich auf meine, immer noch zitternden Beine half.

Noch leicht wackelig stand ich da, eine junge Tanne stützte mich. Aber der Mann schwieg.

Seine Lippen umspielte ein Lächeln, und mir war als würde das Gesicht des Mannes von innenheraus leuchten.

Die zuvor pechschwarze Nacht und der dunkle Nebel meiner Bewusstlosigkeit wurden lichter und so konnte ich erkennen, dass er seinen Arm ausstreckte und mit der Hand in Richtung einer kleinen Hütte zeigte.

Aus den Fenstern schien noch hell das Licht der Lampen. Noch leicht benommen setzte ich einen Fuß vor den anderen, je näher ich dem kleinen Gehöft kam, desto mehr konnte ich erkennen.

Eine kleine Holzhütte, ein leicht in die Jahre gekommenes Wirtschaftsgebäude (für allerlei Zeugs und Gerät), ein Stall und eine schöne Kapelle waren eingefriedet durch einen verwitterten Holzzaun.

Als ich bei der Türe der Hütte angekommen war, klopfte ich, erschöpft und mit letzter Kraft, an.

Als der Besitzer des Gehöftes die Türe öffnete, fragte ich um Einlass und um Unterschlupf für zwei erschöpfte Pilger. Denn, die Nacht war dunkel und kalt und unsere Kräfte waren am Ende.

Zuerst stutzte der Mann, dann nickte er.

„Das ganze Leben sei eine Pilgerreise.“, sagte der Mann.

Alleine trat ich ein.

Euer Gruppenkommandant

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