Die Heimkehr

Lange Zeit war vergangen seit der edle Recke das letzte Mal in seiner eigenen Bettstatt verbracht hatte.
Nach den erholsamen Ruhestunden erhob sich der Soldat aus seinem Lager und streifte sich den aus Baumwolle bestehenden Waffenrock über.
Schnellen Schrittes verließ er sein Gemach und eilte in das Kochabteil seiner soldatischen Behausung.
Wasser wurde durch Feuer zum sieden gebracht und durch Pulver aus maurischen Bohnen gefiltert.
Das Ergebnis dieses Filtervorganges war eine heiße und köstliche Tasse welche bis zum Rand hin mit schwarzem maurischem Bohnensude gefüllt war.
Der erquickte Unteroffizier nahm das mit Silber verzierte Behältnis in seine Hand und betrat den Garten seines Anwesens.
Am kurzgeschnittenen Rasen stand ein großer aus edlem Holze bestehender Tisch.
Rings um die Tafel standen verzierte Holzstühle.
Der junge Herr Wachtmeister nahm auf einen der Sessel Platz und ließ seinen Blick schweifen.
Er genoss die Aussicht.
Von der Anhöhe, auf welcher sein Holzhause stand konnte er den ganze See überblicken.

Zufrieden, dass er wieder zu Hause war, lehnte der junge Unteroffizier sich zurück und nahm einen großen Schluck des heißen Trankes.
In diesen Moment schmeckte der ungezuckerte, schwarze Sud besser als der Nektar auf Elysium.
Er war wieder zu Hause.

Euer Gruppenkommandant

Wachtmeister – Die Verwandlung

Der junge Herr Wachtmeister

Die folgende Geschichte ereignete sich nur wenige Wochen nach „Schatten seiner Selbst“ und ist somit der zweite Teil der Reihe:
„Die Leiden des jungen Wm.“.

Nun zur Geschichte:

Der junge Herr Wachtmeister fühlte sich in der letzten Zeit etwa seltsam. Es gab einige Gründe die den jungen Recken zum Nachdenken anregten.
Immer mehr Personen seiner Gefolgschaft sagten ihm, dass er sich verändert habe.

Natürlich, dachte der nachdenkliche Soldat, war die Abdankung seiner „Kommandantin“ nicht spurenlos an ihm vorübergegangen. Doch meinte der Soldat, er habe diese Angelegenheit schon überwunden.

Aber da der mutige Unteroffizier immer wieder zu hören bekam, dass er wieder normal werden solle weil er in letzter Zeit unausstehlich geworden war, beschäftigte ihn diese Thematik wieder mehr denn je und jede freie Minute seines harten Dienstalltages verbrachte er in tiefer Nachdenklichkeit.

Eines Abends, als der müde Herr Wachtmeister sich nach einem arbeitsreichen Diensttages, welchen dieser in einem zerstörten Bergdorfe verbrachte, in sein Bette legte, konnte er anfangs nicht zur Ruhe kommen.

Der nachdenkliche Soldat drehte sich von einer Seite seines Lagers zur anderen. Immer wieder ging er in Gedanken die Sätze seiner Gefolgschaft durch.

Habe er sich wirklich verändert?

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Schatten seiner Selbst

Vorwort:

Gestern vor einem Jahr trennten sich die Wege des Herrn Wachtmeisters und seiner damaligen Weggefährtin.

Der junge Soldat unterscheidet sehr stark zwischen einer Weggefährtin und einer Freundin.
Eine Weggefährtin begleitet jemanden nur für gewisse Zeit. Nur wenige Monate oder Jahre.
Eine Freundin hingegen durchlebt die Stadien der Verlobten und der Ehefrau.

Obwohl der junge Herr Wachtmeister wusste, dass es nicht für immer sein würde, traf ihn die Trennung härter als von ihm selbst erwartet.

Es war eine schwere Zeit für den trauernden Soldaten, aber es bringt nichts an einer verschlossenen Türe zu klopfen. Für jede Türe die sich schließt, öffnet sich eine andere.

Nun  zur Geschichte:

Es ward zu später Stunde, als der junge Herr Wachtmeister durch die dunklen, nur von dem Lichte seiner Lampe erhellten Gänge der soldatischen Behausung wandelte.
Die versilberte, im Lichte der kupfernen Lampe düster schimmernde Wanduhr schlug Mitternacht.

Von jeder Kraft verlassen, erreichte der erfahrene Unteroffizier die hölzerne Treppe, welche in das obere Geschoss der Baracke führte.

Seine Füße fühlten sich schwer wie Blei an, während der junge Herr Wachtmeister die hölzerne Treppe des Gebäudes empor ging.
Die Eichenholzstufen knarrten trotz des geringen Gewichtes des ermatteten Soldaten.
Die letzten Wochen hatten ihre Spuren am Körper des müden Herrn Wachtmeisters hinterlassen.

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Die Begegnung am Pass

So Gott wollte, wurde auch der junge Wachtmeister an die Grenzen seines ach so geliebten Heimatlandes versetzt. Weit von seiner Stammeinheit und noch weiter von seiner Familie entfernt, war der junge Recke in einem der Landesgrenze nahen und befestigten Feldlager einquartiert. Hier sollte der erfahrene Unteroffizier für einen ungewissen Zeitraum, die exakte Dauer wusste nur Gott, stationiert bleiben und von hier aus sollte der Waffenträger auch seinen Dienst versehen. Dies Dienste verflogen so schnell, wie sie kamen. Einmal in diesem Dienstrad gefangen, glich jeder Tag auf diesem Erdenrund dem anderen und schon bald hatten der junge Soldat und seine Gruppe jegliches Zeitgefühl verloren..
Doch ein Dienst blieb dem jungen und pflichtbewussten Wachtmeister wohl ewig im Gedächtnis. Er werde wohl noch seinen Kindeskindern davon erzählen. Es war ein Tagdienst, so wie jeder andere auch. Dies glaubte der mutige Soldat am Anfang, kurz nach der Dienstübernahme,  noch.

Gerade hatte der junge Wachtmeister das letzte Fuhrwerk durchsucht und das Pferdegespann wieder auf seine weite Handelsreise geschickt, als der aufmerksame Soldat plötzlich hinter sich ein raschelndes Geräusch vernahm.

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Eine Anekdote zu Spielfeld

Die nachfolgende Geschichte ereignete sich während des Zaunbaues zu Spielfeld. Inmitten unserer turbulenten Zeit und der andauernden Einwirkung negativer Informationen durch diverse Medien, habe ich es mir zur Pflicht gemacht über positive und schöne Ereignisse, welche sich durchaus ereignen, zu berichten.

Zum Autor:

Wer „Ich“ bin? Name und Dienstgrad ersichtlich. Halten wir uns nicht mit Belanglosigkeiten auf.

Nun zur Geschichte:

Es ereignete sich vor einigen Monaten, an einem schönen Tage, nahe der Grenze zu Spielfeld.
Meine Truppe und ich standen am Rücken eines Hügels, welcher vollends mit verdorrtem Laube des Buchenwaldes bedeckt war. Während einer kurzen Rast, passierte es.

Mein Blicke streifte über die malerisch schöne, hügelige Landschaft der Spielfelder Weinberge. Die Sonne schien hell und ihre warmen Strahlen schmeichelten meinem Gesicht. Am hellblauen Himmelsdache war keine einzige Wolke zu erspähen.  Soweit das Auge blicken konnte, ersah ich Hügel an Hügel gereiht. Einzig die Berge, welche sich weit entfernt am Horizont imposant vor den Hügeln auftürmten, konnten meiner Blicke Weitsicht Einhalt gebieten. Als plötzlich ein leises Geräusch die romantisch schöne Stille dieses Momentes unterbrach. Es war nicht das Geräusch des Stimmengewirres meiner Truppe, welches dumpf an meine Ohren drang.

Es war etwas ganz anderes. Auf meine Bitte hin, hielten meine Mannen, in ihren Gesprächen, einen Moment lang inne. In dieser kurzen Zeitspanne, welche mir vorkam wie eine Ewigkeit, vernahm ich das zuvor erwähnte Geräusch erneut. Ich versuchte, dieses Geräusch einzuordnen.
Dieses Geräusch war das leise Säuseln eines der kleinsten Lebewesen, welche den Wald als ihre Heimat bezeichnen. Es war das Säuseln einer Maus!

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Ich grüße euch

Hallo geschätzte Mitleser und MitleserInnen,

ich habe mich dazu entschlossen ein neues Hobby zu beginnen. Seit längerem quält mich der Gedanke, ob ich meine Texte mit der Welt teilen sollte oder nicht.
Die Entscheidung fiel mir am Ende nicht schwer.

Ich freue mich auf euer Feedback und wünsche euch in Zukunft viel Spaß beim Lesen meines Blogs!

Euer Gruppenkommandant